WunderKitchen Stoneware Backblech im Test
So schlägt sich das Stoneware-Backblech im Praxistest

- Sehr gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis
- Knusprige Böden und gleichmäßige Bräunung
- Große Backfläche mit praktischem 3 cm hohem Rand
- Bis 260 °C hitzebeständig und vorheizbar
- Deutlich schwerer und unhandlicher als ein Metallblech
- Nicht spülmaschinengeeignet
- or den ersten Anwendungen Einfetten erforderlich
- Empfindlich gegenüber starken Temperaturwechseln
Produktbeschreibung
Das WunderKitchen® Stoneware-Backblech von Wundermix ist eine interessante Alternative zum klassischen Metallblech. Es besteht aus Cordierit-Keramik, einem temperaturbeständigen Material, das häufig auch für Pizza- und Grillsteine verwendet wird. Mit den Maßen 41 × 30,5 cm und einer Innenrandhöhe von 3 cm bietet es viel Platz für Pizza, Flammkuchen, Blechkuchen, Ofengemüse und mehr.
Das Blech ist laut Hersteller bis 260 °C hitzebeständig und für Backofen, Mikrowelle und Backofengrill sowie für Kühl- und Gefrierschrank geeignet. Mit der Zeit bildet sich eine natürliche Patina, welche die Antihafteigenschaften verbessert. Eine klassische Antihaftbeschichtung besitzt das Blech nicht.
Praxistest
Wir haben das Stoneware-Backblech mit verschiedenen Gerichten ausprobiert – und waren von den Backergebnissen positiv überrascht. Einige Besonderheiten sollte man vor dem Kauf jedoch kennen.
Knusprige Böden und gleichmäßige Bräunung
Dank des Cordierit-Materials speichert das Blech die Hitze sehr gleichmäßig und gibt sie kontinuierlich an das Gargut ab. Das Ergebnis: knusprige Pizzen und Flammkuchen, schön gebräunte Blechkuchen und saftiges Ofengemüse. Bei unserem Test wurde das Gargut auch an der Unterseite schön gebräunt; ein Wenden war bei unseren Testgerichten nicht nötig.
Gewicht und Handhabung
Das Backblech ist spürbar schwerer und unhandlicher als ein normales Metallblech. Das sorgt zwar für eine sehr gute Wärmespeicherung, beim Ein- und Ausschieben in den Ofen braucht man aber zwei Hände und etwas mehr Kraft. Gerade bei einem voll belegten Blech oder schmalen Backofenauszügen sollte man das einplanen.
Vor den ersten Einsätzen
Im Gegensatz zu einem klassischen Backblech benötigt die WunderKitchen®-Stoneware vor den ersten Einsätzen etwas Vorbereitung. Der Hersteller empfiehlt:
- Das Blech vor den ersten zwei bis drei Anwendungen dünn mit einem hoch erhitzbaren Fett wie Rapsöl, Kokosöl oder Butterschmalz einzufetten.
- Das Backblech immer auf einen Rost und nicht direkt auf den Ofenboden zu stellen.
- Mindestens zwei Drittel der Fläche zu belegen, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt und das Risiko eines Wärmeschocks reduziert wird.
Dadurch bildet sich eine natürliche Patina, die mit der Zeit dunkler wird und die Antihafteigenschaften verbessert. Anfangs ist also etwas Pflege nötig, dafür verbessern sich die Backeigenschaften mit jeder Nutzung.
Reinigung von Hand
Das Stoneware-Backblech ist nicht spülmaschinengeeignet und muss von Hand gereinigt werden. Meist reichen warmes Wasser, eine Bürste und der mitgelieferte Schaber aus. Spülmittel und langes Einweichen sollte man vermeiden, damit die Patina erhalten bleibt. Aufgrund seiner Größe und seines Gewichts ist die Reinigung etwas umständlicher als bei einem klassischen Metallblech.
Wichtig für die Lebensdauer
- Starke Temperaturwechsel vermeiden: Kein kaltes Wasser auf das heiße Blech geben und keine gefrorenen Lebensmittel auf das heiße oder vorgeheizte Blech legen.
- Das Blech nicht vollständig wässern oder längere Zeit einweichen.
- Vor dem Verstauen vollständig an der Luft trocknen lassen.
Mit zunehmender Nutzung verfärbt sich die Oberfläche dunkelbraun bis schwarz. Das ist gewollt und ein Zeichen für eine gut aufgebaute Patina – nicht für mangelnde Sauberkeit.
Für Thermomix®-Fans ist das Stoneware-Backblech eine schöne Ergänzung: Teige, Saucen oder Marinaden werden im Mixtopf vorbereitet, anschließend kommen Pizza, Flammkuchen, Blechkuchen oder komplette Ofengerichte auf dem Stein in den Ofen.
Rezepte mit Herz Fazit
Das WunderKitchen® Stoneware-Backblech hat uns mit gleichmäßiger Bräunung, knusprigen Böden und seiner großzügigen, vielseitig nutzbaren Backfläche überzeugt. Besonders gut eignet es sich für Pizza, Flammkuchen, Blechkuchen und komplette Ofengerichte.
Allerdings ist das Blech deutlich schwerer als ein klassisches Metallblech und verlangt etwas mehr Sorgfalt. Es muss von Hand gereinigt, vor starken Temperaturwechseln geschützt und anfangs eingefettet werden. Auch die mit der Zeit dunkler werdende Patina muss man mögen – sie ist bei Stoneware jedoch gewollt und verbessert die Backeigenschaften.
Mit rund 70 Euro ist das Blech kein Schnäppchen, bietet im Vergleich zu manchen Premium-Produkten aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Verarbeitung und Backergebnisse haben uns im Praxistest überzeugt. Zur langfristigen Haltbarkeit können wir nach der bisherigen Testdauer noch keine abschließende Aussage treffen.
Wir vergeben 4,5 von 5 Sternen und empfehlen das Blech allen, die regelmäßig Pizza, Flammkuchen, Blechkuchen oder komplette Ofengerichte zubereiten und bereit sind, bei Pflege und Handhabung etwas mehr Sorgfalt einzuplanen.
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